Pressemitteilung 04.02.2014

Langzeitarbeitslose haben in der Großen Koalition keine Lobby

Zu den Forderungen der Bundesagentur für Arbeit (BA), des Städtetags und des Landkreistags nach mehr Hilfen für Langzeitarbeitslosen erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Die Langzeitarbeitslosen werden von der Großen Koalition sträflich vernachlässigt. Die BA und die Kommunen schlagen deshalb zu Recht Alarm. Ihr Forderungskatalog sollte deshalb ein Weckruf für Frau Nahles sein, denn er offenbart die großen Lücken im Konzept der Arbeitsministerin. Vor allem die Forderung nach öffentlich geförderter Beschäftigung muss dringend umgesetzt werden. Wir brauchen den Sozialen Arbeitsmarkt, darin sind sich alle Arbeitsmarktexperten einig. Denn 0815-Maßnahmen und kurzfristige Angebote helfen den Menschen mit besonderen Problemlagen nicht weiter.

Wer den Menschen wirklich neue Perspektiven eröffnen will, muss auf langfristige Angebote setzen und dafür ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stellen – auch das fordern BA und Kommunen zu Recht ein. Es muss mehr passgenaue Weiterbildungsangebote geben und die Jobcenter vor Ort brauchen mehr Flexibilität in der Beratung langzeitarbeitsloser Menschen. Die Arbeitsministerin darf die Jobcenter und Kommunen nicht länger mit den Aufgaben allein lassen. Frau Nahles muss die Forderungen ernst nehmen und endlich handeln.

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