Pressemitteilung 05.02.2014

Mehrheit der Rumänen und Bulgaren arbeitet sozialversicherungspflichtig

Zum Anstieg der Zahl der Arbeitslosengeld-II-Bezieher aus Rumänien und Bulgarien erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit rücken die Zahl von rumänischen und bulgarischen Arbeitslosengeld-II-Bezieher ins richtige Verhältnis. Zwar ist ihre Zahl gestiegen, doch stammen insgesamt nur 0,7 Prozent der Arbeitslosengeld-II-Empfänger aus diesen beiden Ländern. Darüber hinaus ist bekannt, dass überdurchschnittlich viele Rumänen und Bulgaren ihre Löhne mit Sozialleistungen aufstocken müssen. Sie sind also nicht ohne Arbeit, sondern verdienen mit ihren Jobs zu wenig Geld.

Die Aussage der BILD, ein Großteil der rumänischen und bulgarischen Zuwanderer würde nur Minijobs ausüben, entbehrt jeder Grundlage. Die Mehrzahl der hier arbeitenden Rumänen und Bulgaren ist sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ihre Zahl ist binnen Jahresfrist um mehr als 25.000 auf 124.500 im November 2013 gestiegen. Zum selben Zeitpunkt waren lediglich 24.000 von ihnen geringfügig beschäftigt.

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