Pressemitteilung 21.02.2014

Nahles bremst positive Beschäftigungsentwicklung Älterer am Arbeitsmarkt aus

Zu den Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wonach 2012 bereits die Hälfte der 60- bis 64-Jährigen am Arbeitsmarkt aktiv war, erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Die bisherigen Strategien, die Beschäftigung Älterer zu steigern, gingen in die richtige Richtung. Das zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes deutlich. Doch jetzt, wo die Bemühungen erste Früchte tragen, rudert die Arbeitsministerin zurück. In Zeiten des Fachkräftemangels ist Nahles' Entwurf für die Rente mit 63 ein völlig falsches Signal für ältere Menschen am Arbeitsmarkt. Mit ihren Plänen setzt die Bundesministerin Anreize für eine neue Frühverrentungswelle. Neueste Zahlen des Ministeriums in der Antwort auf eine von uns gestellte Anfrage zeigen, dass die Auswirkung der Rente mit 63 auf den Arbeitsmarkt noch viel verheerender sein kann, als bisher angenommen. Wenn tatsächlich jeder Vierte eines Rentenjahrgangs das Angebot der Rente mit 63 wahrnimmt, dann sieht die Wirtschaft in ihrem Kampf gegen den Fachkräftemangel ziemlich alt aus.

Anstatt die Rente mit 67 auszuhöhlen, sollte Arbeitsministerin Nahles konsequent die Beschäftigungschancen Älterer am Arbeitsmarkt verbessern. Ihre Pläne streuen jedoch nur Sand ins Getriebe der bisherigen Bemühungen von Wirtschaft und Politik. Das wird die Probleme in Zukunft noch verschärfen.

4390936