Pressemitteilung 08.02.2014

„Pille danach“: Gröhe knickt vor Moralaposteln und Ärztelobby ein

Anlässlich der Äußerungen von Gesundheitsminister Gröhe zur „Pille danach“ erklärt Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Prävention und Gesundheitswirtschaft:

Gesundheitsminister Gröhe ist von der Lebensrealität offensichtlich weit entfernt. Die „Pille danach“ ist wesentlich für Frauen, die in Not geraten sind, um  selbstbestimmt und schnell agieren zu können. Nach der Entscheidung des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)  gibt es eigentlich keinen Grund mehr, an der Rezeptpflicht festzuhalten. Es sei denn, man stellt Ideologie und ökonomische Interessen über das Selbstbestimmungsrecht von Frauen.

Wir bereiten derzeit einen Antrag vor, um die Aufhebung der Verschreibungspflicht in Verbindung mit guter  Beratung jetzt endlich zu erreichen. Denn einer Umsetzung steht außer Minister Gröhe nichts im Wege, da sich auch die Mehrheit im Bundesrat bereits für die "Pille danach" ohne Verschreibung ausgesprochen hat.

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