Pressemitteilung 22.01.2014

Chancen der energetischen Gebäudemodernisierung nutzen

Zu den Ergebnissen einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zur energetischen Gebäudesanierung erklären Christian Kühn, Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik, und Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik:

Die DIW-Studie zeigt die enormen wirtschaftlichen Potenziale der energetischen Gebäudesanierung auf. Die Große Koalition droht diese leider zu verspielen. Denn im Koalitionsvertrag ist kein fester Finanzierungsrahmen für die energetische Gebäudesanierung enthalten. Hier schadet die Große Koalition nicht nur dem Klima, sondern auch dem Wirtschaftsstandort Deutschland.

Energieeffizienz bringt nicht nur finanzielle Einsparungen, sondern auch Arbeitsplätze. Das DIW zeigt mit seiner Studie, dass enorme Kosteneinsparungen erzielt werden können, allein mit der Einhaltung der selbstgesteckten Ziele. Die größte Herausforderung besteht allerdings darin, dass bereits heute investiert werden muss, damit wir morgen von den eingesparten Energiekosten profitieren können. Hierfür braucht es Weitblick, damit für Eigentümer und Mieter Planungssicherheit geschaffen werden kann.

Die aufgezeigten Arbeitsplatzeffekte machen deutlich, dass die gesamte Volkswirtschaft von der energetischen Modernisierung des Gebäudebestandes profitiert. Allein für 2020 werden bis zu 30 000 zusätzliche Arbeitsplätze angenommen, bis 2030 sogar 66 000. Deswegen ist es eine Investition in die Zukunft, wenn auch die Finanzierung von Energieeffizienzmaßnahmen gesamtgesellschaftlich unterstützt werden, etwa durch ein erhöhtes und verstetigtes KfW-Gebäudesanierungsprogramm.

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