Pressemitteilung 15.01.2014

Gesetzliche Quote, jetzt!

Zu den aktuellen Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zum Frauenanteil in Aufsichtsräten und Vorständen erklärt Ulle Schauws, Sprecherin für Frauenpolitik:

Der Anteil von Frauen in den Aufsichtsräten der 200 umsatzstärksten Unternehmen ist im vergangenen Jahr nur minimal gestiegen, wie die DIW-Studie zeigt. Da 2013 als Superwahljahr der Aufsichtsräte galt, ist der niedrige Anstieg allerdings ein Zeichen verpasster Möglichkeiten.

In den Vorständen der DAX-30-Unternehmen ist der Frauenanteil sogar um 1,5 Prozent auf 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Vorstände der 200 größten Unternehmen wiesen einen Frauenanteil von nur vier Prozent auf. Die Vorstandsvorsitze blieben weiterhin rein männlich besetzt. Das ist ein fatales Signal für die Gleichberechtigung von Frauen.

Die Zahlen des DIW verdeutlichen, dass gesetzliche Regelungen dringend erforderlich sind. Den Unternehmen fehlt es an klaren Zielen, Strategien und geeigneten Maßnahmen, Frauen in höhere Positionen zu bringen. Die Große Koalition ist mit ihrem Versprechen zur Einführung einer eher wenig ambitionierten Quote für Aufsichtsräte von 30 Prozent jetzt in der Pflicht - zu den Vorständen findet sich im Koalitionsvertrag leider kein Wort.

 

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