Pressemitteilung 08.01.2014

Katzenfell hat in Bommelmützen nichts verloren

Zu den bei Tom Taylor und der Drogeriekette Müller entdeckten Mützen mit Katzenfell erklärt Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucher- und Tierschutzpolitik:

Der Nachweis von Katzenfell in den hier verkauften Kleidungsstücken ist ein Skandal. Der Import von Katzenfell ist bereits seit 2009 gesetzlich verboten. Daran müssen sich die Hersteller halten und ihrer Überwachungspflicht gerecht werden. Es muss jetzt schnell nachverfolgt werden, wie es zu diesem Verstoß kommen konnte.

Kunstpelz ist eine gute Alternative zu tierischem Fell. Doch die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich auf die Kennzeichnung verlassen können.

Die Haltung von Tieren zur Pelzherstellung ist völlig unnötige Tierquälerei. Außerdem müssen die Regelungen zur Kennzeichnung von Pelzprodukten verbessert werden. Die Tierart, das Herkunftsland und die Art der Haltung müssen klar benannt werden. Wenn Teile einer Jacke oder Mütze aus Fell sind, das von einem in China oder Russland in einem kleinen Gitterkäfig gehaltenen Fuchs stammt, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher auch genau das erfahren.

Die Bundesregierung muss sich ein Beispiel an der Schweiz und Österreich nehmen, wo es deutlich bessere Kennzeichnungsregelungen beziehungsweise ein Haltungsverbot für Tiere zur Pelzerzeugung gibt. Mit der Tierquälerei und Verbrauchertäuschung muss endlich Schluss sein.

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