Pressemitteilung 15.01.2014

Lebensmittelerzeugung muss nachhaltiger werden

Zur Pressekonferenz von Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und Umweltbundesamt (UBA) zur Ökobilanz von Lebensmitteln erklären Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik, und Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Lebensmittelverschwendung, massiver Düngemitteleinsatz und der immense Fleischkonsum sind Gift für unsere Umwelt. Schwarz-Rot darf keine Zeit verlieren, endlich Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Lebensmittelerzeugung zu setzen.

Kernelement ist die Förderung des ökologischen Landbaus. Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln ist nach wie vor doppelt so hoch wie die heimische Erzeugung. Es ist ein Armutszeugnis für die Bundesregierung, dass sie dem nicht längst Rechnung getragen hat und den Ökolandbau stärker unterstützt.

Um Verbrauchern umweltfreundlichen Konsum zu ermöglichen, müssen Informations- und Kennzeichnungspflichten verbessert werden. Dazu gehören eine verlässliche Tierhaltungskennzeichnung, ein transparentes Regionalsiegel und eine umfassende Strategie zur Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung. Hier muss der neue Landwirtschafts- und Ernährungsminister Friedrich liefern. Und auch die Ernährungswirtschaft muss sich ihrer Verantwortung stellen.

Verbraucher- und Ernährungsbildung fängt in Kindergarten und Schule an. Gemeinsam mit den Ländern muss das zum Schlüsselprojekt der Bundesregierung werden.

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