Pressemitteilung 23.01.2014

Nachfolge an der Bundesbankspitze: Kompetenz statt Parteipolitik

Zur Neubesetzung des Amtes der Vize-Präsidentin der Deutschen Bundesbank erklärt Lisa Paus, Mitglied im Finanzausschuss:

Mit Claudia Buch steht eine hervorragende Kandidatin für die Neubesetzung des vakanten Postens im Bundesbank-Vorstand bereit. Als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des European Systemic Risk Boards hat sie bewiesen, dass sie auch auf dem für Notenbanker wichtigen europäischen Parkett eine sehr gute Figur macht. Durch ihr klares Bekenntnis zu einer einfacheren und strengeren Bankenregulierung hat sie sich gerade bei Großbanken nicht beliebt gemacht. Insbesondere als Befürworterin einer strengen Schuldenbremse für Banken hat sie sich durch den Gegenwind der Finanzlobby nicht beeindrucken lassen.

Ihre Nominierung wäre ein Zeichen, bei der Ernennung von Spitzenpersonal auf fachliche Kompetenz zu setzen, selbst wenn man sich wie Frau Buch durch eine klare ordnungspolitische Linie bei der Finanzlobby keine Lorbeeren erworben hat. Wenn eine derart gut geeignete Persönlichkeit zur Verfügung steht, darf diese nicht aus parteipolitischen Überlegungen übergangen werden.

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