Pressemitteilung 14.01.2014

Überfälliger Tarifabschluss in der Fleischindustrie

Zur Einigung der Tarifparteien in der Fleischwirtschaft erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Wir begrüßen, dass es endlich einen Mindestlohn in der Fleischwirtschaft geben soll. Die Einigung der Tarifparteien muss jedoch alle Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Schlachthöfen einbeziehen. Die oft unwürdige Bezahlung und Unterbringung osteuropäischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer muss ein Ende haben. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – das muss auch in der Fleischindustrie gelten.

Der Ruf nach immer billigerem Fleisch geht längst nicht mehr nur zu Lasten der Tiere, die von der Agrarindustrie in unwürdigen Verhältnissen gehalten werden. Auch die Menschen gelten wenig, wenn es um das billigste Angebot geht. Nicht nur miese Löhne, sondern auch verheerende Arbeitsbedingungen sind an der Tagesordnung.

Der Tarifabschluss kann nur ein erster Schritt sein – weitere müssen folgen. Bäuerliche Landwirtschaft und mittelständisches Handwerk sind eine nachhaltige Antwort auf die Missstände in der Agrarindustrie.

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