Pressemitteilung 02.01.2014

UN-Jahr der bäuerlichen Landwirtschaft nutzen

Zum Beginn des Internationalen UN-Jahres der bäuerlichen Landwirtschaft 2014 erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Das UN-Jahr der bäuerlichen Landwirtschaft bietet die Chance, ein Umdenken in der Agrarpolitik zu erreichen und die bäuerliche Landwirtschaft zu stärken. Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich auch in Deutschland die Agrarwende fortzuführen. Die Ausrichtung der deutschen Agrarpolitik auf Agrarindustrie und Fleischexport muss beendet werden.

Familienbetriebene und kleinbäuerliche Landwirtschaft ist weltweit die Grundlage für Hunger- und Armutsreduzierung. Sie bietet die einzigartige Möglichkeit, gleichzeitig Ernährungssicherheit, Ernährungssouveränität und nachhaltige Entwicklung herzustellen. Das gilt für Deutschland, Europa und die Welt.

Gerade in den benachteiligten Gebieten Deutschlands und Europas ist Landwirtschaft die einzige Möglichkeit, gleichzeitig gesellschaftliche Teilhabe und ökonomische Entwicklung zu erreichen. Wir brauchen deshalb eine Agrarstruktur, die Menschen einschließt und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Die agrarpolitischen Pläne der Bundesregierung erreichen genau das Gegenteil. Sie fördert die industriemäßige Produktion von Fleisch und pflanzlichen Erzeugnissen für den Export. Damit zerstört sie die Ernährungsgrundlage in anderen Teilen der Welt und gleichzeitig die vielfältige Agrarstruktur in Deutschland und Europa.

Wir brauchen eine vielfältig strukturierte und lebendige Landwirtschaft, eine breite ländliche Kultur und kreative, neue Impulse durch junge Menschen. Das ist nur mit einer vielfältigen, bäuerlichen Landwirtschaft zu leisten.

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