Pressemitteilung 23.07.2014

Antibiotika im Tierfutter: Das Maß der Dinge ist verloren

Zu den Funden eines nicht zugelassenen Antibiotikums im Futter niederländischer und deutscher Betriebe erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Die Situation in der industriellen Tiermast ist außer Kontrolle geraten. Der Fund eines seit 1995 nicht mehr zugelassenen Antibiotikums in niederländischen und deutschen Betrieben macht ratlos.

Die intensive und industrielle Form der Tierproduktion kommt ohne den Treibstoff Antibiotika nicht aus. Schuld hierfür sind die tierschutzwidrigen Bedingungen in Massentierhaltungsanlagen, die drangvolle Enge und der dauerhafte Stress.

Die Spirale aus Preisdruck, Rationalisierung und Gleichgültigkeit gegenüber dem Tier ist so weit fortgeschritten, dass jede Manipulation mittlerweile vorstellbar ist. Die Entfremdung von der bäuerlichen Landwirtschaft hin zu industriellen Tierfabriken ist eine Sackgasse. Bäuerinnen und Bauern, Verbraucherinnen und Verbraucher und die Politik müssen gemeinsam die Notbremse ziehen und für die Wiederherstellung einer umweltverträglichen, tiergerechten und sicheren Landwirtschaft kämpfen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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