Pressemitteilung 04.07.2014

Ebola-Epidemie: Bundesregierung muss schnelle Hilfe anbieten

Zur Ebola-Epidemie in Westafrika erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

Die Situation in den westafrikanischen Staaten droht täglich weiter zu eskalieren. Die Bundesregierung muss jetzt zusammen mit der Europäischen Union schnelle und unbürokratische Hilfe anbieten. Es braucht ein entschlossenes Vorgehen der internationalen Staatengemeinschaft, um die afrikanischen Staaten in der Bewältigung der Krise zu unterstützen.

Die Krise zeigt, dass wir Investitionen in den weltweiten Aufbau von solidarisch und öffentlich organisierten sozialen Sicherungssystemen brauchen. 80 Prozent der Weltbevölkerung haben keine angemessene soziale Absicherung. Laut WHO fallen jährlich an die 100 Millionen Menschen dauerhaft in Armut, aufgrund fehlender Absicherung im Krankheitsfall. Auch die Bundesregierung hat das Thema in den letzten Jahren schmerzlich in ihrer entwicklungspolitische Arbeit vernachlässigt. Minister Müller muss die tragende Bedeutung sozialer Sicherung für die Entwicklungszusammenarbeit endlich anerkennen und einen Aktionsplan entwickeln, um das Thema wieder ganz oben auf die politische Agenda zu setzen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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