Pressemitteilung 17.07.2014

Ferkeltötungen: Raus aus dem Teufelskreis

Zu möglichen Ermittlungsverfahren wegen Ferkeltötungen in Schweinezuchtanlagen erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Es reicht. Großindustriellen Schweineerzeuger haben in Mecklenburg-Vorpommern – aber nicht nur dort – eine Grenze längst überschritten. Dass das Töten lebensfähiger Jungtiere, aber auch das Schwänzekürzen, Zähneschleifen und betäubungslose Kastrieren so alltäglich und normal geworden ist, zeigt eine systembedingte Verrohung gegenüber dem Mitgeschöpf Tier, die beschämt.

Damit muss endlich Schluss sein. Die Spirale der verantwortungslosen industriellen Fleischproduktion bringt niemandem etwas, auch nicht den Bäuerinnen und Bauern. Der Marktdruck ist durch die spottbilligen Verkaufspreise so groß, dass die Umstände für die Tiere und die Mitarbeiter immer haltloser werden. Niemand schlägt gerne neugeborene Ferkel auf den Boden, nur weil diese nicht versorgt werden können.

Wir müssen aus diesem Teufelskreis des Billigfleisches heraus. Tierische Produkte, für die Tiere geboren, gehalten und getötet werden, haben ihren Preis und dürfen keine Ramschware sein. Dieses Bewusstsein ist und in den letzten 50 Jahren mit dramatischen Folgen für Umwelt und Tier verloren gegangen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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