Pressemitteilung 16.07.2014

Kleiner Erfolg: Bundesregierung will künftig in Broschüre vor Homo-Heilern warnen

Zur Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage zu den sogenannten "Homo-Heilern" erklärt Volker Beck, innenpolitischer Sprecher:

"Homo-Heiler“ sind gefährlich, das muss die Bundesregierung endlich klar machen. Bei den sogenannten Homo-Heilern scheint die Bundesregierung blind und taub zu sein. Sie tut so, als hätte es bislang keine Recherchen und Enthüllungen über diese Scharlatane gegeben. Sie weiß angeblich auch nicht, welche Organisationen oder ÄrztInnen solche Pseudotherapien anbieten. Auch nimmt sie die Stimmen aus der Ärzteschaft, die deren Ahndung empfehlen, nicht ernst. Zudem ist die Bundesregierung nicht dazu bereit, künftige Auftritte von Regierungsmitgliedern bei "Homo-Heilern" und der Unterstützerszene auszuschließen. Es ist besorgniserregend, dass die Bundesregierung alle Gefahren durch "Homo-Heiler" ignoriert und sich nicht einmal dazu durchringen kann, deren Gemeinnützigkeit infrage zu stellen.

Wir sehen es zumindest als kleinen Erfolg an, dass unser stetiger Druck auf die Bundesregierung dazu geführt hat, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Thema "Konversions-" und "Reparationstherapien" in einer für 2015 geplanten Broschüre aufnehmen soll. Es ist aber weiter Druck nötig, damit die Bundeskanzlerin und andere Regierungsmitglieder nicht mehr gleichzeitig diese Organisationen mit ihren Grußworten hofieren.

Daher bleiben wir bei unserer Forderung, das Anbieten und die Durchführung von solchen Pseudotherapien bei Kindern und Jugendlichen zu verbieten. Sie müssen vor den schädlichen Nebenwirkungen geschützt werden. Das ist Aufgabe des Kinder- und Jugenschutzes.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

 

 

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