Pressemitteilung 02.07.2014

Verzicht auf Almosen der Großen Koalition – Grüne nicht in der Jury des Deutschen Filmpreises

Anlässlich der heutigen Entscheidung des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien zur Jurybesetzung des Deutschen Filmpreises, erklärt Tabea Rößner, Sprecherin für Medien und Kreativwirtschaft:

Wir lehnen es ab, in der Jury des deutschen Filmpreises die zweite Reihe füllen zu dürfen. Daher werden wir kein stellvertretendes Mitglied für die Vorauswahlkommission der Jury des Deutschen Filmpreises und des Deutschen Kurzfilmpreises benennen. Dass die Große Koalition uns nur einen Stellvertretersitz angeboten hat, zeigt einmal mehr: Fairness und der Respekt gegenüber den parlamentarischen Minderheiten sind Union und SPD nicht wichtig. Als Sparringspartner für Machtspielchen stehen wir Grüne den Regierungsparteien allerdings nicht zur Verfügung. Bei der Vorauswahl der Nominierungen zum Deutschen Filmpreis und zum Deutschen Kurzfilmpreis geht es darum, Filmkunst zu bewerten – und keine Parteipolitik zu betreiben.

Hintergrund: Der kulturpolitische Ausschuss des Bundestags darf für den Deutschen Filmpreis (LOLA) je vier ordentliche Mitglieder und Stellvertreter und für den Deutschen Kurzfilmpreis je zwei ordentliche Mitglieder und Stellvertreter benennen. Die Fraktionen hätten die insgesamt sechs ordentlichen Mitglieder beider Gremien zusammen benennen können. Dann wäre aus jeder Fraktion ein Vertreter nominiert gewesen – das hätte für mehr Vielfalt in den Gremien gesorgt. Stattdessen werden nun alle Plätze von der Großen Koalition besetzt.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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