Pressemitteilung 04.06.2014

Bundeswehr: Attraktivität-Agenda ohne Abstriche

Zur heutigen Vorstellung der Attraktivitäts-Agenda für die Bundeswehr durch Verteidigungsministerin von der Leyen erklärt Doris Wagner, Mitglied im Verteidigungsausschuss:

Die Attraktivitätsagenda der Ministerin ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir werden auf eine konsequente Umsetzung achten. Die zum Teil spöttischen Kommentare ranghoher Bundeswehrangehöriger in den letzten Tagen bestätigen nur, dass die Umsetzung zügig und ohne Abstriche erfolgen muss.

Wer gute Männer und Frauen für die Bundeswehr begeistern will, muss auch gute Arbeitsbedingungen bieten. Dazu gehören Familienfreundlichkeit, eine transparente Karriereplanung und längere Zeiten an einem Standort. Mindestens ebenso wichtig ist beispielsweise eine zuverlässige medizinische Versorgung. Schon heute fehlen der Bundeswehr Hunderte von Ärztinnen und Ärzten. Der Personalmangel beim medizinischen und technischen Fachpersonal, aber auch bei einfachen Mannschaftsgraden, wird sich in den kommenden Jahrzehnten noch deutlich verschärfen.

Die Attraktivität der Bundeswehr ist kein Luxusthema. Wer keine motivierten Soldatinnen und Soldaten mehr hat, der braucht sich auch keine strategischen Gedanken mehr über mögliche Bundeswehr-Einsätze zu machen.

Es ist allerdings fraglich, ob die zur Umsetzung der Agenda angekündigten 100 Millionen Euro in fünf Jahren ausreichen werden, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Unklar ist auch, wo genau das Geld für die vielen Maßnahmen herkommen soll: Im Verteidigungshaushalt 2014 sind keine Mittel für zusätzliche Schulungen des Führungspersonals, Karriere-Coachs und Umzugsberater eingestellt.

 

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