Pressemitteilung 13.06.2014

Lebensmittelsicherheit: Bundesregierung muss EU-Bericht ernst nehmen

Zum heute vorgelegten Jahresbericht des Schnellwarnsystems für Lebens- und Futtermittel (RASFF) erklären Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik und Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Zu viele gesundheitsschädliche Lebensmittel landen bei uns im Handel. Allein Geflügelfleisch war 2013 dreimal so häufig mit Salmonellen belastet wie im Vorjahr. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung. Die Bundesregierung muss die Ursachen dafür schnell aufklären und veröffentlichen.  

Nach dem „Pferdefleischskandal“ hatte die Bundesregierung  noch vollmundig einen Aktionsplan vorgelegt, passiert ist seither wenig. Wir fordern eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Fleischprodukte, damit der Handel und Einkauf transparenter wird.

Täuschung und Betrug  sollte in Zukunft ein wirkungsvoller Riegel vorgeschoben werden. Unternehmen müssen dazu verpflichtet werden, die Behörden über einen notwendigen Waren-Rückruf zu informieren. Die heutige Praxis, Lebensmittel still und leise zurückzuziehen, ohne dass die Verbraucher, die die betroffenen Produkte bereits gekauft haben, davon erfahren ist absolut unverantwortlich.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: twitter.com/GruenSprecher

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