Pressemitteilung 04.06.2014

Litauen ist reif für den Euro

Anlässlich der positiven Konvergenzberichte von EU-Kommission und Europäischer Zentralbank zur Euro-Einführung in Litauen erklärt Manuel Sarrazin, Sprecher für Europapolitik:

Die Bundesregierung muss die bemerkenswerten Anstrengungen Litauens anerkennen und im Rat den Weg für die Euro-Einführung freimachen. Denn nach langjähriger Haushaltskonsolidierung und dem notwendigen Reformprozess erfüllt Litauen alle Bedingungen, um ab 1. Januar 2015 den Euro einzuführen. Litauen und das gesamte Baltikum spielen als Ostsee-Nachbarstaaten gerade für Deutschland eine besondere Rolle.

Der Wunsch eines Landes auf Einführung des Euro ist ein starkes Zeichen für die gemeinsame Währung. Das stetige Wachsen der Eurozone zeigt, dass die oftmals von Kanzlerin Merkel vorgenommene Kategorisierung in "Euro-Staaten" und "den Rest" nicht nur aufgrund der engen wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Euro- und Nicht-Euro-Staaten realitätsfern ist. Die Währung der gesamten Europäischen Union ist und bleibt der Euro. Alle EU-Staaten, bis auf Dänemark und Großbritannien, haben sich in den EU-Verträgen verpflichtet, den Euro einzuführen. Ein immer engeres Zusammenwachsen aller EU-Mitgliedstaaten muss das Ziel der Bundesregierung sein.

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