Pressemitteilung 21.03.2014

Deutscher Bauernverband und europäische Konservative gefährden Planungssicherheit für Bauern

Angesichts des abermaligen Vorstoßes des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und deutscher Mitglieder der konservativen Fraktion der Europäischen Volksparteien (EVP) zu den Umsetzungsgesetzen zur EU Agrarreform („delegierte Rechtstakte“) erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Der Ringelpiez, den der Deutsche Bauernverband und nun Abgeordnete der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament veranstalten, gefährdet die Planungs- und Existenzsicherheit der deutschen und europäischen Bäuerinnen und Bauern.

Die Verabschiedung der Umsetzungsgesetze zur EU Agrarreform ist schlicht und einfach notwendig, damit alle Bäuerinnen und Bauern 2015 betriebssichernde Direktzahlungen und weitere Gelder für ihre gesellschaftlichen Leistungen erhalten können.

Für uns sind die Regelungen auch sicher nicht das Gelbe vom Ei, aber wir benötigen sie jetzt, damit den Bäuerinnen und Bauern die Unterstützung zukommt, die sie dringend brauchen.

Die Förderung des Anbaus von Eiweißpflanzen auf Greeningflächen hat nichts mit der von DBV und EVP behaupteten Bürokratisierung zu tun, sondern dient einzig der Honorierung öffentlicher Leistungen, nämlich des Aufbaus von Bodenfruchtbarkeit und der Schaffung von Biodiversität durch die Landwirtschaft.

Anscheinend möchten konservative Kräfte und die Interessenvertreter der Agrarindustrie nun das tun, was sie mit ihrer bisherigen Lobbyarbeit nur zu 95 Prozent geschafft haben. Nämlich nun auch noch die letzten Reste einer Förderung gesellschaftlicher Leistungen durch die Landwirtschaft im Rahmen des Greenings zu kippen.

Dies geht allerdings zu Lasten derer, die sie vorgeben zu vertreten. Das wird bei den Bäuerinnen und Bauern und bei den europäischen Bürgerinnen und Bürgern nicht unbemerkt bleiben.

4391229