Pressemitteilung 11.03.2014

Fukushima: Keine Entwarnung

Anlässlich des Jahrestages der Katastrophe von Fukushima erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:

Die aktuellen Pläne der Regierung Abe, wieder Atomreaktoren anfahren zu wollen, sind unverantwortlich. Drei Jahre sind seit dem GAU vergangen und das endgültige Ausmaß und seine Folgen lassen sich immer noch nicht abschätzen.

In Fukushima sind Mensch und Technik an ihre Grenzen gestoßen. Die Vorstellung, Atomkraft beherrschen zu können ist Hybris. Selbst in einem Hochtechnologieland wie Japan kann ein nuklearer Unfall nicht vermieden werden. Auch in Deutschland besteht das Risiko bis zum Abschalten des letzten Atomkraftwerks. 

Die unkontrollierbare Situation in Fukushima ist eine Botschaft an alle Länder, die den Traum der billigen und emissionsarmen Atomkraft weiter träumen und neue Atomkraftwerke bauen wollen: Fukushima ist jederzeit und überall. Der weltweite Atomausstieg ist notwendig und muss von Deutschland aus voran getrieben werden. 

Deutschland und Europa müssen sich jetzt für verbindliche und ambitionierte Ziele im Klima- und Energiebereich einsetzen. Dabei hat Deutschland die Vorreiterfunktion. Nur wenn die Energiewende in Deutschland gelingt, kann es ein atomkraftfreies Europa geben.

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