Pressemitteilung 26.03.2014

Schlechte DB-Bilanz: Die Bundesregierung ist am Zug

Zur morgigen Bilanzveröffentlichung der Deutschen Bahn AG erklärt Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik:

Die schlechte Bilanz der Deutschen Bahn AG muss ein Alarmsignal für die Bundesregierung sein. Denn beim Staatskonzern läuft weit mehr schief als der Ausbau der Lobbyismus-Abteilung und die Erhöhung der Vorstandsgehälter. Seit Jahren fährt die DB AG einen regelrechten Verschleißkurs mit ihren Mitarbeitern und der Infrastruktur. Damit setzt sie die Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs aufs Spiel und verprellt ihre Kunden. Gleichzeitig ist der Staatskonzern auf Geschäftsfeldern unterwegs, wo er nichts zu suchen hat und nicht einmal profitable Erlöse findet. Probleme auf dem Heimatmarkt, drohender Verlust der Bonität, geringen Erträge im Güterverkehr – Bahnchef Grubes Strategie vom Weltmarktführer Deutsche Bahn steht vor dem Scheitern. 

Wir fordern die Bundesregierung deswegen zu einer Wiederbelebung der Bahnpolitik auf. Überfällig ist ein Steuerungskonzept, das die Geschäftspolitik des DB-Vorstands auf den Prüfstand stellt. Verkehrsminister Dobrindt muss Investitionen in das Netz und mehr Wettbewerb auf der Schiene Vorfahrt einräumen. Hier hat der Bund seine Verantwortung seit Jahren massiv verletzt.

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