Pressemitteilung 03.03.2014

Steuerungskonzept für die DB AG statt Rundumsorglospaket für den Bahnchef

Zum Bericht des Handelsblatts, wonach Bahnchef Rüdiger Grube eine Gehaltserhöhung um 20 Prozent erhalten soll, erklärt Matthias Gastel, bahnpolitischer Sprecher:

Verkehrsminister Dobrindt sollte jetzt kein Rundumsorglospaket für den Bahnchef schnüren, sondern das im Koalitionsvertrag angekündigte Steuerungskonzept für die DB AG vorlegen.

Es ist nicht nachvollziehbar, warum der feste Gehaltsbestandteil von Bahnchef Rüdiger Grube um 20 Prozent ansteigen soll. 900.000 Euro risikofreies Festgehalt sind schon jetzt mehr als auskömmlich. Hinzu kommen variable Gehaltsbausteine, die das Gesamtgehalt im Jahr 2012 auf 2,6 Millionen Euro geschraubt haben. Da muss eine alte Frau lange für stricken.

Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD wurde ein Steuerungskonzept für die DB AG angekündigt, das zum Ziel hat, Vorstandsboni an Qualitätskennzifferns wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit zu binden.

Staatssekretär Michael Odenwald als Mitglied des Aufsichtsrats der DB AG sollte von Minister Dobrindt beauftragt werden, mit Rüdiger Grube ein Zurückstellen der vertraglich vereinbarten Erhöhung des Festgehalts zu verhandeln, bis das neue Steuerungskonzept steht.

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