Pressemitteilung 21.03.2014

Weltwassertag: Überdüngung stoppen

Anlässlich des ,,Weltwassertag" am 22. März erklärt Peter Meiwald, Sprecher für Umweltpolitik:

Die Wasserversorger schlagen Alarm: Unsere Gewässer sind überdüngt. Massentierhaltung und übermäßiger Einsatz von Düngemitteln sind wesentliche Faktoren der Nitratbelastung unserer Gewässer und des Grundwassers. Wir haben europaweit die niedrigste Dichte an Messstellen für Nitrat im Grundwasser - das muss sich ändern. Denn dort, wo wir messen, sind die Ergebnisse erschütternd: Deutschland spielt in Europa in der Top-Liga der am stärksten verschmutzten Gewässer mit. Die Hälfte aller Grundwasser-Messungen liegt über dem Grenzwert für Nitrat, der die Verwendung als Trinkwasser sicherstellt.

Besonders in Gebieten mit viel Massentierhaltung landet zu viel Gülle dem Feld, sickert nach kurzer Zeit ins Grundwasser und landet letztendlich auch in unserem Trinkwasser. Nitrat im Trinkwasser belastet die Gesundheit, unter anderem weil beim Abbau des Nitrats im menschlichen Körper krebserregende Stoffe entstehen. Besonders gefährdet ist die Gesundheit von Säuglingen. Hohe Nitratwerte in Gräben und Bächen führen darüber hinaus zu starkem Algenwachstum und Sauerstoffmangel in Flüssen und Seen. Dadurch gefährden sie die Artenvielfalt in unseren Gewässern. Landwirtschafts- und Umweltpolitik müssen deshalb endlich besser zusammenarbeiten, um die Überdüngung unserer Gewässer zu stoppen.

Hintergrundinformationen:
EU Bericht zum Schutz der Gewässer http://dipbt.bundestag.de/extrakt/ba/WP18/576/57656.html

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