Pressemitteilung 22.05.2014

Bosnien und Herzegowina: Schnelle Hilfe für Flutopfer ist nötig

Während ihrer Reise in die Überschwemmungsregionen Bosnien und Herzegowinas erklärt Marieluise Beck, Sprecherin für Osteuropapolitik:

Der Besuch in den bosnischen Überschwemmungsgebieten macht deutlich, dass es nicht nur um die schweren privaten Schicksale, mit Todesopfern und vielen überfluteten Häusern geht. Dramatisch ist auch, dass zahlreiche Produktionsstätten überflutet wurden.

Das Kohlebergwerk in der Region Tuzla steht unter Wasser. Deshalb droht der Ausfall der Stromversorgung durch das örtliche Kraftwerk. Beim Besuch in einer Bettenfabrik im nordbosnischen Lukavac, deren Produktion nach Deutschland geht, zeigte sich, dass die Flut alle Materialien und Vorräte für drei Monate vernichtete. Wenn nicht schnelle wirtschaftliche Hilfe kommt, drohen Insolvenzen und der Verlust von 5000 Arbeitsplätzen in der Region Tuzla.

Deutschland ist als wirtschaftlich stärkstes Land der EU und wegen seiner intensiven Verbindungen aus der Zeit des Bosnienkriegs aufgerufen, den Menschen in Bosnien und Herzegowina in dieser schweren Lage nach Kräften beizustehen.

Marieluise Beck ist Vorsitzende der Deutsch-Bosnischen Parlamentariergruppe im Bundestag.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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