Pressemitteilung 07.05.2014

Bundeswehr: Mehr Flexibilität nötig

Zum Konzeptpapier ,,Schlagkräftige Bundeswehr 2020" des Deutschen Bundeswehrverbandes erklärt  Doris Wagner, Mitglied im Verteidigungsausschuss:

Mit seinem Konzeptpapier liefert der Bundeswehrverband wichtige Impulse für die politische Debatte um die Zukunft der Bundeswehr. Auch wir fordern schon seit Jahren bessere Rahmenbedingungen für die Arbeit der Soldatinnen und Soldaten: Dabei geht es nicht nur um den Ausbau der Kinderbetreuung, flexiblere Arbeitszeitmodelle und umfassende Fürsorge im Krankheits- oder Verletzungsfall.  Entscheidend für die Attraktivität der Bundeswehr sind die beruflichen Entwicklungsperspektiven.

Statt die Soldatinnen und Soldaten in festgefügte Laufbahnen zu pressen, brauchen wir ein System, das es beispielsweise gut qualifizierten Unteroffizieren ermöglicht, in die Offizierslaufbahn zu wechseln. Vor allem aber sollten konkrete Dienstposten in einem Bewerbungssystem vergeben werden. Auf diese Weise können die Soldatinnen und Soldaten selber entscheiden, ob sie bereit sind, für einen entsprechenden Karriereschritt über große Distanzen zwischen Wohn- und Dienstort zu pendeln - oder ob sie unter Verzicht auf bestimmte Beförderungen lieber an einem Standort bleiben wollen.

Ministerin von der Leyen hat mehrfach angekündigt, umfangreiche Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Dienstes in der Bundeswehr vorlegen zu wollen und auch die bisherige Praxis der Laufbahnplanung auf den Prüfstand zu stellen. Sie sollte ihren Worten nun endlich auch Taten folgen lassen.

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