Pressemitteilung 16.05.2014

Eierkennzeichnung auch bei verarbeiteten Lebensmitteln einführen

Anlässlich der Entscheidung der Verbraucherschutzminister der Länder, Eier aus Käfighaltung auch in verarbeiteten Lebensmittel kennzeichnen zu wollen, erklärt Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucher- und Tierschutzpolitik:

Wir begrüßen die nahezu einstimmige Entscheidung der Verbraucherschutzminister der Länder, wonach Eier aus Käfighaltung auch in verarbeiteten Lebensmitteln gekennzeichnet werden sollen.

Derzeit ist es fast unmöglich bei verarbeiteten Produkten zu erkennen, woher die Eier stammen. Bei Kuchen, Keksen oder Nudeln ist eine Kennzeichnung nicht vorgeschrieben.

Wir halten das für falsch und haben bereits im März 2012 die Ausweitung der Eierkennzeichnung auch auf verarbeitete Produkte und die Einführung einer verpflichtenden Tierhaltungskennzeichnung für alle Tierrassen und Lebensmittel gefordert.

Wenn Eier aus einer Haltung stammen bei der Legehennen in unzumutbarer Enge gehalten werden, muss das auch erkennbar sein und jeder muss die Möglichkeit haben, Produkte erkennen und kaufen zu können, deren Eier nicht von gequälten Hühnern stammen.

Verbraucherinnen und Verbraucher haben sich längst entschieden: Sie lehnen Eier aus Käfighaltung ab. Seitdem in Jahr 2004 die Eierkennzeichnung für Schaleneier eingeführt wurde, ist der Marktanteil von Eiern aus alternativen Haltungsformen auf über 95 Prozent gestiegen.

Doch statt den Verbraucherwunsch nach tiergerecht erzeugten Produkten zu akzeptieren und als Marktchance für die heimischen Tierhalter zu entwickeln, blockiert die Bundesregierung mehr Tierschutz in der Landwirtschaft.

Wir fordern den Landwirtschaftsminister Schmidt jetzt auf, sich auf EU Ebene für diese Kennzeichnung einzusetzen und für den Fall des Scheiterns eine nationale Lösung zu suchen.

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