Pressemitteilung 23.05.2014

Erdölförderung im Yasuní-Nationalpark: Folgenschwerer Fehler

Zur geplanten Erdölförderung im ecuadorianischen Yasuní-Nationalpark erklären Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender und Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

Die nun erteilte Erlaubnis zur Erdölförderung im Yasuní-Nationalpark ist eine Katastrophe für den einzigartigen Naturraum. Der Nationalpark liegt in einer Region mit der größten Artenvielfalt weltweit und ist zudem Heimat für viele indigene Bevölkerungsgruppen. Präsident Correa hat den Erhalt von Yasuní kurzsichtigen Egoismen und Befindlichkeiten geopfert. Und die internationale Gemeinschaft hat trotz der von Ecuador gebotenen Möglichkeit das zu verhindern, zu wenig getan.

Maßgeblichen Anteil am Scheitern hatte die schwarz-gelbe Koalition mit ihrem Entwicklungsminister Niebel. Sie ist mitverantwortlich dafür, dass Präsident Correa den beiden größten ökologischen Bedrohungen der Menschheit Vorschub geleistet: dem Artensterben und dem Klimawandel. Es ist für Ecuador, aber auch für die internationale Gemeinschaft ein folgenschwerer Fehler. Statt alles dafür tun, damit Einsparung, Effizienz und Erneuerbare Energien unsere Energiewirtschaft prägen, wurde wieder auf schmutziges Öl gesetzt.

Besonderes Augenmerk muss die internationale Gemeinschaft aber auch auf den innerstaatlichen Umgang mit Kritikern des Projekts legen, die von der ecuadorianischen Regierung kriminalisiert werden. Demokratische Beteiligung und Teilhabe sind universelle Rechte, die genau so wenig Profitinteressen geopfert werden dürfen, wie der Erhalt der Umwelt.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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