Pressemitteilung 17.05.2014

Europäischer Tag der Meere: Ozeane schützen

Zum morgigen europäischen Tag der Meere erklärt Valerie Wilms, Berichterstatterin für maritime Politik:

Die Weltmeere sind so bedroht wie nie zuvor. Sie müssen daher mehr denn je geschützt werden. Durch Rohstoffabbau oder Schifffahrt in äußerst sensiblen und abgelegenen Gebieten wie der Arktis können intakte Ozeane aus dem Gleichgewicht gebracht werden.

Es fehlen trotz zunehmender Schifffahrt in der Arktis Mindeststandards für den polaren Meeresschutz. Schifffahrtsrouten im nördlichen Polargebiet sind seit wenigen Jahren teilweise eisfrei. Um mögliche negative Auswirkungen der Schifffahrt vorzubeugen und Mindeststandards festzulegen, brauchen wir dringend die Einführung eines stringenten "Polar Codes".

Bisher ist es auch noch nicht gelungen, ausreichende internationale Regelungen für den Meeresbergbau zu schaffen. Meist wissen wir noch gar nicht, welche Auswirkungen Eingriffe zur Folge haben. Klar ist aber, dass einmal abgebaute Meeresböden sich nicht mehr regenerieren. Die Ausweisung von neuen Meeresschutzgebieten ist daher notwendiger denn je.

Der europäische Tag der Meere wird offiziell in Bremen begangen.

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