Pressemitteilung 20.05.2014

Geldverbrennung durch Fusionsforschung stoppen

Anlässlich der heute beginnenden Vorbetriebsphase der Kernfusionstestanlage „Wendelstein 7-X“ erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:

Mit dem „Wendelstein 7-X“ geht vor allem eine riesige Geldverbrennungsmaschine in den Vorbetrieb. Die Kosten des Fusionsexperiments, bei dem ein 100 Millionen Grad heißes Plasma erzeugt werden soll, haben sich mittlerweile auf über eine Milliarde Euro mehr als verdoppelt. Der Nutzen ist jedoch mehr als fraglich.

Bis zum Jahr 2050, wenn eventuell ein erster Fusions- Demonstrationsreaktor in Betrieb genommen werden könnte, werden wir unseren Energiebedarf zu nahezu 100% aus Erneuerbaren decken müssen. Diese werden bis dahin unschlagbar billig sein.

Deshalb fordere ich ein schnelles Ende dieser unsinnigen Verschwendung von Forschungsmitteln, einen sofortigen Ausstieg Deutschlands aus dem ITER-Projekt und eine Umwidmung aller öffentlichen Gelder weg von der Fusions- und hin zur Erneuerbaren-Forschung. Sonne, Wind und Wasser weisen den Weg in die die energetische Zukunft.

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