Pressemitteilung 21.05.2014

Mängel beim Sturmgewehr G36: Abwiegelungstaktik beenden

Zu den Recherchen von Report Mainz über die Probleme beim Sturmgewehr G36 erklärt Agnieszka Brugger, Sprecherin für Sicherheitspolitik und Abrüstung:

Das Verteidigungsministerium lag in seiner bisherigen Einschätzung offensichtlich völlig daneben und hat das Parlament falsch unterrichtet.

Es ist inakzeptabel, dass der Verteidigungsausschuss nicht über die neuen Tests und ihre besorgniserregenden Ergebnisse informiert wurde, obwohl das Sturmgewehr G36 mehrfach Gegenstand längerer Beratungen war. Viel zu schnell hat sich das Ministerium darauf festgelegt, dass die Munition eines Herstellers der Grund für Probleme beim Treff- und Warmverhalten des G36 sei.

Das Ministerium muss schnellstmöglich den Verdacht ausräumen, dass die Mängel an dem Sturmgewehr vorsätzlich vertuscht werden sollten oder eine umfassende Prüfung bewusst unterlassen wurde.

Es hätte von Anfang an eine umfangreiche Überprüfung aller möglichen Ursachen geben müssen. Statt weiter abzuwiegeln, muss jetzt zügig und endgültig geklärt werden, wie gravierend die Mängel beim G36 sind und welche Exemplare davon betroffen sind. Daher braucht es jetzt endlich eine neue, unabhängige Untersuchung, um daraus dann konkrete Konsequenzen ziehen zu können.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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