Pressemitteilung 22.05.2014

Menschenhandel: Angebote für Opfer ausbauen

Anlässlich der Öffentlichen Anhörung des Menschenrechtsausschusses zum Thema Menschenhandel und Zwangsprostitution erklärt Kordula Schulz-Asche, Mitglied im Menschenrechtsausschuss:

Um Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung zu unterbinden, muss die Zusammenarbeit von Polizei, Staatsanwaltschaft, Kommunen und Organisationen deutlich verbessert werden. Auch die Hilfsangebote für Opfer müssen ausgebaut werden.

Die Anhörung der Sachverständigen hat bestätigt: Viele zu viele Menschen, die sich legal in Deutschland aufhalten, leben in sklavenartigen Abhängigkeitsverhältnissen. Gewalt und Zwang sind hier an der Tagesordnung. Für Opfer und Zeuginnen ist Beratung und Zugang zu einer eigenständigen Existenzsicherung wichtig, ebenso die medizinische Versorgung und Betreuung während der Gerichtsverfahren. In erster Linie sind aber Änderungen bezüglich ihres Aufenthaltsstatus überfällig.

Die Öffentliche Anhörung des Menschenrechtsausschusses hat gezeigt, dass auch eine Weiterentwicklung des Prostitutionsgesetzes notwendig ist. Aber die Verbesserung von Prävention und Strafverfolgung von Menschenrechtsverletzungen und Menschenhandel darf nicht dazu führen, dass Prostituierte stigmatisiert werden. Im Interesse einer sachlichen Debatte wäre der CDU/CSU dringend zu raten, nach dieser Anhörung ihre vorgelegten Eckpunkte grundsätzlich zu überarbeiten.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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