Pressemitteilung 30.05.2014

Trauer um Karlheinz Böhm

Anlässlich des Todes von Karlheiz Böhm erklären die Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter:

Karlheinz Böhms Lebensweg hat uns allen gezeigt, dass wir die Augen vor Hunger und Armut in der Welt nicht verschließen dürfen. Böhm war bereits erfolgreicher Schauspieler, als er seinem Leben eine ganz andere Wendung gab: Einmal mit der Not Menschen in Äthiopien konfrontiert, hat ihn das Schicksal dieser Menschen nicht mehr losgelassen. Und er hat den Worten Taten folgen lassen. Die zweite Hälfte seines Lebens hat er der Hilfe für Äthiopien gewidmet. Im Mittelpunkt stand dabei immer die Hilfe zur Selbsthilfe, um den Menschen eine eigenständige und würdevolle Existenz zu ermöglichen.

Eine der Ursachen für die Armut in Äthiopien sah  Karlheinz Böhm in der sozialen Benachteiligung der Frauen. Mittels Kleinstkrediten hat er Frauen die Selbstständigkeit ermöglicht und er ist gegen die Beschneidung von Mädchen angegangen.

Wir werden seine Humanität und sein ehrliches Engagement in guter Erinnerung behalten. Sein Lebenswerk muss Ansporn sein, im Kampf gegen Hunger, Armut und globale Ungerechtigkeit nicht nachzulassen.

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