Pressemitteilung 14.11.2014

Einigung mit KiK gescheitert!

Zum Scheitern des OECD-Vermittlungsverfahrens mit KiK erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

Profit statt Verantwortung. So lässt sich die Haltung von KiK im OECD-Vermittlungsverfahren mit KiK zusammenfassen. Das Unternehmen weigert sich weiterhin, die nötigen Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Bangladesch einzuleiten. Statt auf Sicherheit und Brandschutz, setzt das Unternehmen weiterhin auf Profitmaximierung und Feigenblatt-Projekte. KiK drückt sich davor, trotz der Vermittlungsversuche der Nationalen Kontaktstelle, Verantwortung für den Brand in der Tazreen-Fabrik zu übernehmen. Einsicht oder gar Reue Fehlanzeige. KiK bleibt seiner Linie treu und zeigt, dass die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern auch in Zukunft Nebensache bleiben werden. Das Unternehmen setzt auf das Vergessen der Öffentlichkeit. Diesen Gefallen dürfen wir KiK nicht tun.

Während des gesamten Verfahrens versuchte KiK, die Schuld für den Brand auf Andere abzuwälzen. Trotz monatelanger Verhandlungen konnte das Unternehmen nicht darlegen, wie es in Zukunft derartige Brandkatastrophen verhindern möchte. Das Unternehmen nimmt den Schutz der Arbeiterinnen und Arbeiter schlicht nicht ernst genug. Stattdessen werden Selbstverständlichkeiten als große Errungenschaften verkauft. KiK ruht sich auf dem derzeit kriselnden Fire Accord aus. Stattdessen sollte das Unternehmen vorangehen und aufzeigen, wie Sorgfaltspflichten gewissenhaft wahrgenommen werden können.

Zum Hintergrund:

Am 24. November 2012 kamen beim Brand der Tazreen Fabrik in Dhake mindestens 112 Menschen ums Leben. Unter den Unternehmen, die in der Fabrik produzieren ließen war auch der deutsche Textildiscounter KiK. Uwe Kekeritz reichte daraufhin bei der Nationalen Kontaktstelle der OECD eine Beschwerde gegen das Unternehmen ein. Nach monatelangen Verhandlungen kam das Verfahren am heutigen Freitag zum Abschluss.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

4393677