Pressemitteilung 26.11.2014

Lebensmittelüberwachung: Mehr Sicherheit und Transparenz erforderlich

Zur Veröffentlichung der Jahresstatistik der Lebensmittelüberwachung durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) erklärt Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherschutz:

Die Liste der festgestellten Missstände ist schrecklich lang: Ekelfunde in Restaurants, falsche Kennzeichnung von Lebensmitteln, Keimgefahr in Kitaessen. Die Ergebnisse machen den dringenden politischen Handlungsbedarf überdeutlich. Doch Jahr für Jahr versäumt es die Bundesregierung, ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Nicht nur die Qualität der Kita- und Schulverpflegung ist mangelhaft. Auch die Sicherheit steht auf dem Spiel. Ernährungsminister Schmidt darf nicht länger die Augen verschließen, sondern muss endlich für verbindliche Qualitätsstandards sorgen und dafür die nötigen Mittel bereitstellen.

Besonders gravierend sind die Mängel bei der Versorgung sensibler Bevölkerungsgruppen. Säuglinge und Menschen mit Stoffwechselerkrankungen sind besonders anfällig und auf die Sorgfaltspflicht bei Lebensmitteln angewiesen. Dass ausgerechnet hier die meisten Verstöße festgestellt wurden, ist fatal.

Auch die Verstöße im Gastronomiebereich sind jedes Jahr gleichbleibend hoch. Die Bundesregierung bleibt ihr Versprechen - für mehr Transparenz und Sicherheit zu sorgen - nach wie vor schuldig. Ernährungsminister Schmidt muss endlich die nötige Rechtssicherheit für die Veröffentlichung von Hygiene-Kontrollen schaffen und die Grundlage für eine bundeseinheitliche Hygiene-Kennzeichnung für Restaurants vorlegen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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