Pressemitteilung 13.11.2014

Mehr Gesundheitsförderung im Kampf gegen Diabetes nötig

Anlässlich des morgigen Weltdiabetestags erklärt Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Prävention und Gesundheitswirtschaft:

 

Nicht-übertragbare, meist chronische Krankheiten wie Diabetes sind weltweit auf dem Vormarsch: Allein in Deutschland wurde bei sechs Millionen Bundesbürgern Diabetes mellitus diagnostiziert. Rund die Hälfte der Neuerkrankungen ließe sich jedoch durch eine gute Prävention verhindern. Deshalb darf der Blick nicht auf die bloße Krankheitsbehandlung verengt werden. Stattdessen müssen wir allen Menschen ermöglichen, Gesundheitskompetenzen zu entwickeln und Gelegenheiten zu schaffen, ein gesundes Leben führen zu können. Deshalb müssen die Institutionen in den Lebenswelten gestärkt werden, um gesunde Ernährung, Bewegung und Stressreduktion zum festen Bestandteil in Kitas, Schulen, Betrieben, Pflegeeinrichtungen und Stadtteilen zu machen. Bedauerlicherweise ist mit dem geplanten schwarz-roten Präventionsgesetz ein solcher Kurswechsel nicht in Aussicht.

Neben der Gesundheitsförderung und Kompetenzen der Bürgerinnen und Bürger brauchen wir aber auch endlich mehr Kompetenzen und Kooperation im Gesundheitswesen. Sinnvoll ist daher, wie in anderen europäischen Ländern auch, einen nationalen Diabetesplan aufzulegen, der die medizinische und pflegerische Versorgung von Patienten in den Blick nimmt und gleichzeitig die Primärprävention in den Lebenswelten sinnvoll unterstützt.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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