Pressemitteilung 10.10.2014

Friedensnobelpreis: Gute Entscheidung!

Zur Verleihung des Friedensnobelpreises an Malala Yousafzai und Kailash Satyarthi erklären die Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter:

Die Entscheidung des Nobelkomitees ist ein lauter Ruf an uns alle, sehr viel konsequenter für die Rechte von Kindern weltweit einzutreten. In Krisenregionen unserer Tage leiden ganz besonders die Kinder. Ihre Zukunft wird von Terror, Gewalt und Krieg zerstört. Aber auch jenseits der aktuellen Krisengebiete werden Kinderrechte mit Füßen getreten. Der Friedensnobelpreis mahnt uns: Die Kinder- und Frauenrechte müssen in den Fokus der Entwicklungspolitik gerückt werden.

Kailash Satyarthi kämpft seit Jahren vor allem gegen die in vielen Ländern der Welt grassierende Kinderarbeit. Denn die Arbeit raubt diesen Kindern die Zukunft. Sie brauchen Bildung und Freiräume, um sich entwickeln zu können. Sein Einsatz hat viele weitere Menschen und Organisationen dazu gebracht, sich ebenfalls für die Menschenrechte von Kindern einzusetzen.

Das Recht auf Bildung für Mädchen ist es, wofür die junge Malala Yousafzai eintritt. Bildung ist der Schlüssel für das Ende der Diskriminierung von Mädchen und Frauen in vielen der ärmsten Länder dieser Welt. Yousafzais bisheriger Lebensweg macht Mut: Trotz der tödlichen Bedrohung, hat sie ihren Kampf für die Rechte von Mädchen nie aufgegeben. Fast hätte sie diesen Kampf mit ihrem Leben bezahlt. Doch sie überlebte die Schüsse und sprach an ihrem 16. Geburtstag vor der UN-Jungendversammlung: „Sie dachten, die Kugeln würden uns zum Schweigen bringen. Aber es ist ihnen nicht gelungen. Aus jenem Schweigen gingen tausende Stimmen hervor.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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