Pressemitteilung 22.10.2014

Koordinierte Suche nach Freiwilligen für den Ebola-Einsatz

Zu den Angaben des Deutschen Roten Kreuzes über fehlende geeignete Helfer für die Ebola-Bekämpfung erklärt Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Prävention, Gesundheitswirtschaft und bürgerschaftliches Engagement:

Wir haben uns sehr über die breite Hilfebereitschaft von Menschen gefreut, die dem Aufruf der Ministerinnen und Minister vor wenigen Wochen folgten. Kritisiert haben wir von Anfang an, dass ein nicht abgestimmter und nicht entsprechend vorbereiterer Aufruf nach Freiwilligen nicht ausreicht und zusätzlich zu Frustration bei Abgelehnten führt.

Wir fordern die Bundesregierung erneut auf, zum Einsatz in den von Ebola betroffenen Gebieten endlich systematisch nach geeigneten Helferinnen und Helfern verschiedener Professionen und Erfahrungen zu suchen und diesen klare Angebote zu unterbreiten. Bis heute fehlt es an deutlichen Einsatzanforderungen. Unter ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,
zum Beispiel auch aus der staatlichen und der zivilgesellschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit, die geeignete Erfahrungen mitbringen, wird immer noch nicht gezielt gesucht.

Auf der anderen Seite benötigen die Freiwilligen klare Rahmenbedingungen: Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass mit Arbeitgebern potentieller Freiwilliger Freistellungsregelungen ähnlich wie beim Technischen Hilfswerk getroffen werden und dass die Freiwilligen Verdienstausfälle ersetzt bekommen. Ebenso ist ein umfassender, eventuell zusätzlicher Versicherungsschutz notwendig sowie eine Rückholversicherung im Fall der Ansteckung.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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