Pressemitteilung 29.10.2014

Ländlicher Raum: Schmidts Ankündigung sind mehr Schein als Sein

Zu den heute von Landwirtschaftsminister Schmidt vorgestellten Eckpunkten zur Förderung des ländlichen Raumes erklären Markus Tressel, Sprecher für Ländliche Räume, und Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Zunächst hören sich die Ankündigungen von Minister Schmidt zum neuen Bundesprogramm Ländliche Entwicklung nicht schlecht an: Regionale Akteure vernetzen, Wertschöpfung steigern, soziale Dorfentwicklung fördern. Doch die Maßnahmen des Programms „Land(auf)Schwung“ sind mehr Schein als Sein: Nur zehn Landkreise sollen über einen Zeitraum von zwei Jahren gefördert werden. Die Mittel des Bundesprogramms sind mit zehn Millionen Euro angesichts der strukturellen Herausforderungen des ländlichen Raums weniger als ein Tropfen auf den heißen Stein. Statt immer neuer Modellprojekte brauchen wir strukturelle und dauerhafte Ansätze im Rahmen der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz.

Vor allem die Erhaltung der großen Vielfalt landwirtschaftlicher Strukturen spielt in der Politik für ländliche Räume eine zentrale Bedeutung. Dafür ist insbesondere die Förderung kleiner und mittlerer landwirtschaftlicher Betriebe notwendig. Gleiches gilt für lokale und regionale handwerkliche Verarbeitungsunternehmen. Es ist Aufgabe der Politik für die ländlichen Räume die Strukturnachteile kleinerer Betriebe auszugleichen und die positiven Wirkungen, die diese Betriebe für die Gesellschaft erbringen, zu honorieren.

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