Pressemitteilung 19.09.2014

Aktionstag: Muslime stehen auf gegen Hass und Unrecht

Zum heutigen Aktionstag „Muslime stehen auf gegen Hass und Unrecht“ des Koordinationsrates der Muslime erklären Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzende:

Der heutige Aktionstag setzt ein wichtiges Zeichen für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in diesem Land. Wir wollen eine Gesellschaft, die Platz für alle Religionen bietet. Die Anschläge auf Moscheen und Synagogen in den vergangenen Monaten sind auch Anschläge auf unsere Freiheitlich Demokratische Grundordnung. Alle Demokraten und alle Religionen müssen zusammenstehen und für die Freiheit aller Religionen streiten.

Durch den Aktionstag unterstreicht der Koordinationsrat der Muslime, dass die übergroße Mehrheit der Muslime eine tolerante Gesellschaft will, eine Gesellschaft ohne Hass und Gewalt. Die Muslime in Deutschland haben nichts, aber auch gar nichts mit Terroristen zu tun, die im Namen des Islams Gräueltaten im Irak und anderswo verüben.

Die Bundesregierung muss aber auch mehr gegen Ausgrenzung tun. Es fehlen Programme, die die Zivilgesellschaft im Kampf gegen Intoleranz unterstützen.Nicht nur Politik und Gesellschaft sind gefordert, sondern auch die Religionsgemeinschaften in unserem Land: Der Einsatz gegen Rassismus und Antisemitismus, gegen Islamophobie und Islamismus muss für uns alle zu einer Daueraufgabe werden.

Es ist gut und richtig, wenn heute in neun deutschen Städten Vertreter der Muslime, der christlichen Kirchen, des Zentralrates der Juden und der Politik gemeinsam gegen Hass und Unrecht aufstehen. Der Aktionstag kann mit dazu beitragen, dass Fremdheit und Intoleranz gegenüber dem Islam überwunden werden.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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