Pressemitteilung 30.09.2014

AKW Fessenheim: Keine spätere Abschaltung

Zu Äußerungen der französischen Regierung über das AKW Fessenheim, erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:

Mit ihren jüngsten Äußerungen, sich nicht auf ein konkretes Datum für die Stilllegung des AKW Fessenheim festlegen zu wollen, löst die französische Umweltministerin Royal auch in Deutschland Irritationen aus. Die Bundesregierung muss die französische Regierung an die Zusage von Präsident Hollande erinnern, dass das älteste französische AKW spätestens 2016 endgültig abgeschaltet wird.

Das direkt an der deutsch-französischen Grenze liegende AKW ist besonders gefährlich. Angefangen von der veralteten Auslegung, dem überschwemmungsgefährdeten Kraftwerksgelände, über die denkbar ungünstige Lage in einem Erdbebenrisikogebiet bis hin zum dünnsten Fundament von allen französischen AKW, das zu besonders schlimmen Kernschmelze-Unfällen führen kann: Es gibt lauter triftige Gründe, Fessenheim lieber heute als morgen abzuschalten. Die Abschaltung dieses Risikomeilers aber sogar noch über 2016 hinaus zu zögern, wäre ein unverantwortliches Spiel mit dem Risiko.

Die Bundesregierung muss die Bevölkerung vor diesem Risiko schützen und die französische Regierung mit Nachdruck an deren frühere Zusagen erinnern.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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