Pressemitteilung 18.09.2014

Ebola-Epidemie: Humanitäre Hilfe von deutscher Seite längst überfällig

Anlässlich der Sondersitzung des UNO-Sicherheitsrates in New York zum Kampf gegen Ebola erklären Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik, und Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Prävention und Gesundheitswirtschaft:

Auch Deutschland muss jetzt endlich seiner internationalen Verantwortung gerecht werden und ein abgestimmtes Aktionsprogramm zur Soforthilfe auflegen. Es ist erst das zweite Mal in der Geschichte, dass sich der UNO-Sicherheitsrat mit einer Gesundheitskrise befasst. Die Situation in Westafrika droht ohne massive Hilfe von außen zu eskalieren. Die Ebola-Epidemie ist längst nicht mehr nur eine Bedrohung für die Gesundheit der Menschen, sie ist eine Zerreißprobe für die politische, wirtschaftliche und soziale Zukunft der betroffenen Länder. Deutschland und die internationale Gebergemeinschaft haben viel zu lange gezögert und damit zum derzeitigen Ausmaß der Katastrophe beigetragen.

Die jetzige Aufstockung der deutschen Mittel kann nur ein erster Schritt sein. Die dramatische Situation vor Ort lässt sich aber nicht mit einem Blanko-Scheck allein lösen. Was wir zusätzlich brauchen, ist eine sofortige humanitäre Hilfe in Form eines Aktionsprogramms, welches die logistischen, technischen und personellen Kapazitäten von staatlichen und zivilen Organisationen in Deutschland bündelt und sie für die Krisengebiete nutzbar macht. Die Bundesregierung darf sich nicht weiter in Prüfaufträgen verlieren, sondern muss endlich strukturiert und mit Entschiedenheit seine Rolle in der internationalen Gemeinschaft wahrnehmen und die Umsetzung der Response Road Map der WHO aktiv und konkret unterstützen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

4392933