Pressemitteilung 11.09.2014

Fairer Handel – Faire Chancen

Zum morgigen Start der Fairen Woche erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

Der faire Handel bleibt auf der Erfolgsspur. Immer mehr Menschen legen Wert darauf, dass Produkte des täglichen Bedarfs unter fairen Bedingungen hergestellt werden. Ihr nachhaltiges Konsumverhalten hat bereits jetzt das Leben von Millionen von Menschen weltweit verbessert. Das aus einem Nischenangebot ein erstzunehmendes Marktsegment wurde ist ermutigend. Das Prinzip „global denken – lokal handeln“ macht in den Produktionsländern einen echten Unterschied.

Zehntausende Aktivistinnen und Aktivisten haben diesen Erfolg möglich gemacht. Ihnen gelten unsere Hochachtung. Doch es bleibt noch viel zu tun! Unternehmen und Politik stehen in der Pflicht. Unternehmen müssen endlich soziale, ökologische und menschenrechtliche Standards einhalten. Freiwillige Siegel waren ein Anfang, Gesetze sind ein nächster Schritt. Lieferketten müssen transparent und fair gestaltet werden, die Löhne müssen den Menschen zum Leben reichen.

Die Politik muss zudem endlich für eine gerechte Handelspolitik eintreten. Die derzeitigen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der Europäischen Union mit den Entwicklungsländern sind in höchstem Maße entwicklungshemmend. Dazu droht das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP die Entwicklungsländer praktisch vom Welthandel auszuschließen. Auch die öffentliche Beschaffung hier in Deutschland muss endlich an sozialen, ökologischen und menschenrechtlichen Standards ausgerichtet werden. Der Staat kann so auch direkten Einfluss auf Produktionsverhältnisse in Entwicklungsländern nehmen und garantieren, dass Steuergelder vernünftig investiert werden.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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