Pressemitteilung 10.09.2014

Politisches Patt in Afghanistan braucht dringend Lösung

Zur erneuten Verschiebung der Bekanntgabe der Wahlergebnisse in Afghanistan, erklärt Omid Nouripour, Sprecher für Außenpolitik:

Millionen von Afghanen und Afghaninnen haben vor zwei Monaten ihre Stimme in einer historischen Wahl abgegeben. Von den Drohungen der Taliban haben sie sich nicht einschüchtern lassen. Für diese Menschen tragen die beiden Kandidaten Ashraf Ghani und Abdullah Abdullah die Verantwortung. Sie sollten das Gezerre um die Neuauszählung der Stimmen beenden und den demokratischen Prozess nicht weiter diskreditieren.

Afghanistan steht am Scheideweg. Die Gefechte in Kunduz zeigen, dass die Sicherheit der zivilen Bevölkerung längst nicht gewährleistet ist. Insgesamt hat sich die Zahl der zivilen Opfer nach Angaben der UN-Mission in Afghanistan im ersten Halbjahr 2014 sogar um 17 Prozent erhöht.

Am Ende wird nur eine Regierung der nationalen Einheit verhindern können, dass das Land in unterschiedliche Lager zerfällt. Deutschland muss mit der internationalen Gemeinschaft auf eine Lösung des politischen Patts drängen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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