Pressemitteilung 12.09.2014

Tropenwälder: Illegalen Holzschlag verhindern

Zum internationalen Tag der Tropenwälder am 14.September erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik

Der tropische Regenwald ist einmalig und als grüne Lunge unersetzlich für die Welt. Und doch verschwindet er in erschreckendem Tempo. Wir dürfen nicht zulassen, dass eine Schatzkammer der Erde geplündert wird – nur für den Profit häufig zwielichtiger Firmen, die vor Ort dem Drogen- und Waffenhandel in nichts nachstehen.

Allein in Indonesien und Brasilien werden über 75 Prozent des Holzes illegal gefällt und weltweit verkauft. Laut Vereinten Nationen und Interpol beläuft sich der Wert von illegal geschlagenem Holz auf bis zu 10 Milliarden Euro pro Jahr. Dieses geraubte Holz befindet sich auch auf dem deutschen Markt und gelangt so in unsere Wohn- und Schlafzimmer. Die genaue Herkunft des Holzes kennen die Verbraucherinnen und Verbraucher nur in den seltensten Fällen.

Wir fordern einen wirksamen Schutz des Regenwaldes und der Verbraucher. Die Bundesregierung muss die Schlupflöcher im Holzhandelssicherungsgesetz beseitigen. Verbraucher müssen sicher sein können, dass sie beim Kauf von Stühlen oder Büchern kein illegal geschlagenes Holz nutzen und damit zur Zerstörung des Regenwaldes beitragen. Verstöße dürfen nicht weiter als Bagatelle abgetan werden, sondern müssen streng geahndet werden. Die Höhe der Strafe muss so angesetzt werden, dass sie wirksam, verhältnismäßig und abschreckend ist -damit die Unternehmen die Gesetze endlich ernst nehmen und handeln.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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