Pressemitteilung 30.04.2015

Arbeitsmarkt bleibt gespalten

Zu den Arbeitsmarktzahlen für den Monat April und zum bevorstehenden Tag der Arbeit erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Wenn es noch eines Belegs für die Spaltung des Arbeitsmarkts bedurft hätte, dann ist er mit der aktuellen Entwicklung bei der Arbeitslosigkeit erbracht. Der erfreuliche Rückgang der Arbeitslosigkeit im letzten Monat spielt sich ausschließlich in der Arbeitslosenversicherung ab. Dagegen gibt es nahezu null Bewegung bei den Arbeitslosengeld-II-Beziehern. Vor allem die Langzeitarbeitslosen bleiben von der guten Beschäftigungsentwicklung abgehängt.

Das ist ein Armutszeugnis insbesondere für Arbeitsministerin Nahles, die sich publikumswirksam die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit auf die Fahnen geschrieben hat. Grundlegend verändert hat sich in Ihrer Amtszeit nichts.

Aber auch gearbeitet wird in einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Mit dem Mindestlohn ist die prekäre und nicht existenzsichernde Beschäftigung nicht verschwunden. Minijobs, Leiharbeit und Werkverträge bleiben reformbedürftig. Diese Probleme müssen angegangen werden, damit in Zukunft auch für Arbeitslose und prekär Beschäftigte der Tag der Arbeit ein Grund zum Feiern ist.

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