Pressemitteilung 23.04.2015

Das beste Mittel gegen Malaria ist ein gutes Gesundheitssystem

Zum morgigen Weltmalariatag erklärt Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Prävention und Gesundheitswirtschaft:

Laut UNICEF stirbt in Afrika jede Minute ein Kind unter fünf Jahren an Malaria - obwohl diese Krankheit vermeidbar und behandelbar ist. Das ist eine Schande für die Internationale Gemeinschaft. Hier muss dringend etwas getan werden. Doch in der Öffentlichkeit wird Malaria viel zu wenig wahrgenommen.

Auch Deutschland muss seiner globalen Verantwortung im Kampf gegen Malaria stärker als bisher nachkommen, um das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), bis 2030 die Zahl der Malaria Erkrankten und Todesfälle um 90 Prozent zu senken, zu erreichen. Wir erwarten von Frau Merkel auf dem G7-Gipfel, der sich auch dem Thema „vernachlässigten und armutsassoziierten“ Krankheiten widmen wird, mehr als nur Lippenbekenntnisse. Die Bundeskanzlerin muss eine kohärente Strategie gegen tropische Infektionskrankheiten vorlegen. Die Ergebnisse des G7-Gipfels werden sich daran messen lassen müssen, ob es tatsächlich mehr Investitionen in die Forschung, eine stärkere Förderung in die Entwicklung neuer Impfstoffe sowie kostengünstige und für den Einsatz vor Ort angemessene Medikamente und Diagnostik geben wird.

Die Ebola-Epidemie ist ein Weckruf. Wir müssen vor allem Gesundheitssysteme stärken, um Prävention und Krankenversorgung allen Menschen zugänglich zu machen. Der Zusammenhang von Armut und Krankheit lähmt auch die Wirtschaft und damit die Entwicklungschancen. Leider ist bisher ein kohärentes Konzept der Bundesregierung nicht zu erkennen.

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