Pressemitteilung 22.04.2015

Impfen vernünftig umsetzen statt mit Impfpflicht drohen

Anlässlich des Expertengesprächs zum Thema „Impfpflicht bei Masern“ des Gesundheitsausschusses erklärt Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Prävention und Gesundheitswirtschaft:

Die Anhörung hat verdeutlicht, dass die Impfpflicht keine Lösung ist, um die Impfbereitschaft in der Bevölkerung zu steigern. Wir wissen, dass vor allem Jugendliche und Erwachsene oft Impflücken aufweisen. Deshalb muss jeder Kontakt zum Gesundheitssystem genutzt werden, um den Impfstatus zu überprüfen: Sei es beim Hausarztbesuch, beim Betriebsarzt oder bei Vorsorgeuntersuchungen – besonders auch bei Jugendlichen.

Darüber hinaus braucht der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) Aufwertung und bessere personelle Ausstattung. Denn er hat Zugang in die Alltagswelten wie Kita und Schule und kann auch bei Eltern- und Gesundheitstagen aufklären. Und es braucht Bürokratieabbau: Wenn, zum Beispiel, der ÖGD Impfungen in der Schule durchführt und mit den Kassen jedes einzelnen Schülers abrechnen muss, scheitert der Impfschutz am vergessenen Versichertenausweis.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

4395193