Pressemitteilung 02.04.2015

Milchmarkt: Preiseinbruch macht die Notwendigkeit von Schutzmechanismen deutlich

Zum gestrigen Einbruch der Milchpreise am Weltmarkt um 10,8 % erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Jetzt zeigt sich, dass sich die Hoffnungen auf Gewinne für Milchbauern am Weltmarkt sich in Luft auflösen. Die Heilsversprechungen der Milchtroika aus Union, Bauernverband und Milchindustrie auf Goldene Zeiten für die die Milchwirtschaft erweisen sich damit als Farce. Einen Tag nach Ende der Milchquote zeigen sich schon jetzt die Geister die sie riefen. Der Preiskampf für Milchbauern wird immer härter.

Die Weltmärkte werden in den nächsten Jahren leider noch hohe Wellen bereithalten. Wir befürchten jedoch, dass der Strukturwandel an Schärfe zunimmt und dass noch so Einige über die Reeling gehen werden. Dann wird man fragen, wo die Schwimmwesten sind und die Rettungsringe. Leider weigern sich sowohl die Bundesregierung als auch die Funktionäre des Bauernverbandes beharrlich, über Schutzmechanismen nachzudenken.

Die mühsame Preiserholung der letzten Wochen wurde durch den gestrigen Preisabsturz in kurzer Zeit zunichte gemacht. Wer bei diesen Entwicklungen behauptet, die Zukunft liegt auf dem Weltmarkt, täuscht die Milchbauern wider besseres Wissen. Vielen droht so der Verlust ihrer bäuerlichen Existenz. Der Preisabsturz macht die Unsinnigkeit und die Gefahren der Exportausrichtung überdeutlich. Es ist unverantwortlich, den Milchbauern trügerische Hoffnungen auf Absatz am Weltmarkt zum machen.

 

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