Pressemitteilung 03.12.2015

Flüchtlinge in der Arbeitslosenstatistik: Transparenz ja, Schönfärberei nein

Zu der Nachricht, dass ab 2016 arbeitslose Flüchtlinge gesondert in der Arbeitslosenstatistik ausgewiesen werden sollen, erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Damit die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen gelingen kann, brauchen wir Transparenz. Wie groß ist die Herausforderung, wo sind die Menschen, wie setzt sich die Gruppe zusammen? Das sind notwendige Informationen, um Mittel, Personal und Programme zielgenau einsetzen zu können. Bisher gibt es nur ungenaue Schätzungen, eine statistische Umstellung kann eine bessere Planungsbasis bringen.

Die Nutzung dieser Daten zur Schönfärberei der Arbeitsmarktlage lehnen wir aber entschieden ab. Sollte die Bundesregierung diese Absicht haben, muss sie sofort davon Abstand nehmen. Eine „Was-wäre-wenn-Statistik“, die die Arbeitslosenzahl mal mit, mal ohne Flüchtlinge ausweist, ist gefährliche Augenwischerei. Die Statistik soll den Umfang der Arbeitslosigkeit offenlegen, nicht verschleiern. Schon gar nicht soll sie Gruppen stigmatisieren. Genau das würde aber mit getrennten Arbeitslosenzahlen erreicht.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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